Ein umfassender Überblick über die Aufgaben und Handlungsfelder der Diakonie

Das Diakonie-Lexikon bietet einen umfassenden Überblick über die Aufgaben und Handlungsfelder der Diakonie. Dazu gehören theologische, ökonomische, historische und fachliche Themen (Medizin, Pädagogik, Soziologie, etc.) sowie  gesellschaftliche Fragen.

Von Kurzinformationen bis hin zu ausführlicheren Hintergrund- und  Sachartikeln reicht das Spektrum der Beiträge, die von namhaften evangelischen und katholischen Autorinnen und Autoren aus Forschung und Lehre sowie aus der kirchlichen und diakonischen Praxis verfasst wurden. Geschichtliche Grundlagen und Entwicklungen, relevante Gegenwartsfragen und zahlreiche praxisorientierte Informationen machen dieses Buch zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk für Menschen, die im Bereich der Diakonie und der Caritas tätig sind. Verantwortet von  einem Team von renommierten  Herausgeberinnen und Herausgebern, bietet das Lexikon eine schnelle Orientierung und fachkundiges Wissen „rund um die Diakonie“.

Das Diakonie-Lexikon können sie bestellen. Füllen Sie einfach das angehängte PDF aus.

Düsseldorf (epd). Wirtschaftlichkeit in kirchlichen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist nach Einschätzung des Theologen Wolfgang Huber "nichts Böses". Allerdings müsse Wirtschaftlichkeit in diakonischen Einrichtungen vereinbar mit den christlichen Werten sein, sagte der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am 20. September auf einer Diskussionsveranstaltung der Fliedner‐Kulturstiftung in Düsseldorf. Dazu gehöre, dass die diakonischen Unternehmen die seelsorgerlichen Belange von Patienten und Beschäftigten achten müssen, sagte Huber. Gesundheit sei "ein öffentliches Gut", dass nicht von der finanziellen Kraft abhängig gemacht werden dürfe.

Der Vorstandsvorsitzende des evangelischen Krankenhauskonzerns Agaplesion in Frankfurt am Main, Markus Horneber, betonte den Auftrag seiner Unternehmensgruppe, "den ganzen Menschen zu sehen". Patienten müssten in diakonischen Einrichtungen "von Anfang bis zum Ende geachtet und in
ihrer Verletzlichkeit betrachtet und behandelt" werden. In diesem Sinne gebe es gute Gründe für den Erhalt diakonischer Unternehmen.

Pressemeldung aus:
Epd‐sozial Ausgabe 38/2016 ‐ 23.09.2016

Archivtag 2016

Wer sich mit den Archiven in den Mutterhäusern des Kaiserswerther Verbandes beschäftigt und dafür verantwortlich ist, steht vor vielen Fragen. Eine ist sehr häufig: „Kann das weg, oder müssen wir dies behalten?“ das Thema des „Bewertens“ und „Kassierens“ stand so im Mittelpunkt des ersten Vortrages des diesjährigen Archivtages der Fliedner-Kulturstiftung für die Archivarinnen und Archivare in den Mutterhäusern der Kaiserswerther Generalkonferenz, der am 26. April 2016 in Kaiserswerth stattgefunden hat.

Der Direktor des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Stefan Flesch, referierte über das Thema „Archivische Bewertung in der Praxis“. Nach einigen grundsätzlichen Überlegungen (Bewertung bedeutet „einen Informationsverlust zu organisieren und optimal zu steuern“) sowie Hinweisen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen erläuterte er das mögliche praktische Vorgehen. Wichtig ist, dass man bei der Entscheidung, was weg kann, die gesamte Einrichtung und ihre Tradition im Blick hat und sich nicht allein von tagesaktuellen Erwägungen kein Platz, war nicht erfolgreich …) leiten lässt. Auch sollte man die Entscheidung in die Hand der Profis (=Archivmitarbeiter) legen und nicht von anderen treffen lassen.

Die vielen Fragen und Diskussionsbeiträge machten deutlich, wie wichtig dies Thema in fast allen Häusern ist. Ein Vortrag zum Aufbau des geordneten Archivs im Diakoniewerk Gallneukirchen von Eva Obermayr, der zuständigen Mitarbeiterin sowie Dr. Harald Jenner, der das Archiv aufgebaut hat, illustrierten dies sehr deutlich. In Gallneukirchen sind die Bedingungen für das Archiv nun sehr gut.

Ein anderer Aspekt wurde im Vortrag von Dr. Annett Büttner von der Fliedner-Kulturstiftung angesprochen. Die Relevanz des historischen Archivs für die Vorbereitung von Jubiläen oder auch für manche juristische Frage (z.B. Grundstücksfragen) ist deutlich. Doch es gibt noch viele weitere Aufgaben. Sie berichtete über „Arbeit mit Quellen im Fach Pflegegeschichte“. In vielen Einrichtungen bestehen Ausbildungsstätten, nicht allein für die Krankenpflege. Immer spielt auch die Geschichte des Berufes eine Rolle im Unterricht, es liegt nahe, dies an lokalen diakonischen Beispielen zu tun. An Beispielen aus der Kaiserswerther Mutterhausdiakonie wurde dies erläutert, verbunden mit der Anregung, in den eigenen Archiven gezielt nach Quellen (Handschrift, Bilder, Gegenstände) zu suchen und diese im Unterricht zu benutzen.

Das nächste Treffen wird am 25. April 2017 in Kaiserswerth stattfinden.