Düsseldorf (epd). Wirtschaftlichkeit in kirchlichen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist nach Einschätzung des Theologen Wolfgang Huber "nichts Böses". Allerdings müsse Wirtschaftlichkeit in diakonischen Einrichtungen vereinbar mit den christlichen Werten sein, sagte der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am 20. September auf einer Diskussionsveranstaltung der Fliedner‐Kulturstiftung in Düsseldorf. Dazu gehöre, dass die diakonischen Unternehmen die seelsorgerlichen Belange von Patienten und Beschäftigten achten müssen, sagte Huber. Gesundheit sei "ein öffentliches Gut", dass nicht von der finanziellen Kraft abhängig gemacht werden dürfe.

Der Vorstandsvorsitzende des evangelischen Krankenhauskonzerns Agaplesion in Frankfurt am Main, Markus Horneber, betonte den Auftrag seiner Unternehmensgruppe, "den ganzen Menschen zu sehen". Patienten müssten in diakonischen Einrichtungen "von Anfang bis zum Ende geachtet und in
ihrer Verletzlichkeit betrachtet und behandelt" werden. In diesem Sinne gebe es gute Gründe für den Erhalt diakonischer Unternehmen.

Pressemeldung aus:
Epd‐sozial Ausgabe 38/2016 ‐ 23.09.2016