Archivtag 2017Bei der diesjährigen Archivtagung für die Diakonissenmutterhäuser der Kaiserswerther Generalkonferenz am 25. April 2017, zu der wieder Archivarinnen und Archive aus anderen diakonischen Einrichtungen gekommen waren, stand ein besonders Thema im Mittelpunkt: die Biografiearbeit. Der Grundsatz, dass wir unsere Tradition besonders durch das Erzählen weitergeben, ist schon sehr alt. Und auch für die Diakonie ist die erzählte Geschichte ein wichtiges Identitätsmerkmal. Dr. Jens Murken, vom Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, der selbst schon viele sog. Oral-History Projekte durchgeführt hat, führte sehr praxisnah in das Thema ein. Er machte Mut, in den Gemeinschaften und Unternehmen solche Projekte durchzuführen.

Neben den üblichen Berichten aus den Häusern, wie wieder zeigten, welchen wertvollen Beitrag die Archive für die Einrichtungen und Gemeinschaften spielen, stand als weiteres Thema die elektronische Archivierung im Focus. Dr. Annett Büttner von der Fliedner-Kulturstiftung führte in die Thematik ein, die sowohl den Umgang mit den heute anfallenden elektronischen Daten umfasst wie auch die Frage, wie man langfristig vorhandene Akten sichern kann. Darüber hinaus stand die Präsenz der Mutterhausarchive im Internet zur Diskussion. Die Problematik wird sicher in den nächsten Jahren weiter behandelt werden müssen.

Für alle interessant war auch die kurze Vorstellung der Fachgesellschaft Pflegegeschichte, die seit einigen Jahren besteht.

Für Frühjahr 2018 ist die nächste Archivtagung vorgesehen.

Dr. Norbert Friedrich, 2. Mai 2017

 

Bericht vom Archivtag 2017 (PDF)