Am 17. November 2015 um 17.00 Uhr wird die berühmte Schweizer Pflegewissenschaftlerin Schwester Liliane Juchli (Kloster Ingenbohl) zu einem Vortrag nach Kaiserswerth kommen. Mit ihrem Krankenpflegelehrbuch (auch die „Juchli“ genannt) hat sie seit Anfang der 1970er die Ausbildung in der Krankenpflege mit geprägt. Ihr ging es immer darum, die konkrete Praxis der Pflege – also die Qualität der Pflege am Menschen - zu verbessern und dabei gleichzeitig das Pflegepersonal und deren Bedürfnisse zu stärken.

Unter dem Titel „Erlebte Pflegegeschichte – eine Spurensuche“ wird die Ordensschwester auf Einladung der Fliedner-Kulturstiftung und der Fliedner-Fachhochschule über einen „Beruf in Bewegung“ berichten.

Die Veranstaltung wird im großen Hörsaal der Fliedner-Fachhochschule, Geschwister-Aufricht Straße 9, 50489 Düsseldorf stattfinden.

Eintritt frei – Spende erbeten!

Am 9. Juni 2015 besuchten im Rahmen des von der NRW-Stiftung geförderten Programm „Heimat-Touren NRW“ Schülerinnen eines Castrop-Rauxeler Berufskollegs das Pflegemuseum Kaiserswerth. Gemeinsam mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann und Stiftungspräsident Harry Kurt Voigtsberger wurden die Schülerinnen und Schüler vom Leiter der Fliedner-Kulturstiftung, Dr. Norbert Friedrich, durch das Museum geführt. Als außerschulischer Lernort erfreut sich das Pflegemuseum großer Beliebtheit.

Besuch von Ministerin Löhrmann mit Schulklasse im Pflegemuseum Kaiserswerth, 9. Juni 2015

Sie stellten die Heimat-Touren NRW vor: Schulministerin Sylvia Löhrmann (Mitte) und Stiftungspräsident Harry K. Voigtsberger (li.) mit (v. l.): den Lehrkräften Sarah Volkmann und Peter Klenz, Museumsleiter Dr. Norbert Friedrich und der Geschäftsführerin der NRW-Stiftung, Martina Grote.

Dr. Norbert Friedrich führt die Schulklasse durch das Pflegemuseum, 9. Juni 2015

Museumsleiter Dr. Norbert Friedrich führt in das Museum ein.

(Fotos: NRW-Stiftung)

„Die Freiheit nehm´ ich mir“

Schwester Ruth Felgentreff

 

 

 

 

 

Wir trauern um Schwester Ruth Felgentreff, die am 12. Dezember 2014, kurz nach Vollendung ihres 90. Lebensjahres, verstorben ist.

Schwester Ruth Felgentreff wird als profilierte Historikerin in der Literatur der Frauendiakonie sowie der Kaiserswerther Archivpflege in Erinnerung bleiben. Geboren 1924 in Wuppertal und trat sie im Winter 1945 in das Kaiserswerther Mutterhaus ein. Pflege und (Aus-)Bildung blieben ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte, in denen sie grundlegende Ergebnisse publizierte.

Nach Gründung der Fliedner-Kulturstiftung (2002) blieb sie auch als Feierabendschwester eine aufmerksame und kritische Begleiterin des Geschehens in Diakonie und Kirche. Einen letzten Höhepunkt der Wertschätzung ihrer langjährigen Arbeit für die Kaiserswerther Diakone bildete das Symposium zu ihrem 90. Geburtstag am 29. November 2014, an dem sie noch bewusst und aufmerksam teilnehmen konnte.

Wir verlieren mit Schwester Ruth eine Diakonisse, die ein freies Leben in Gemeinschaft geführt hat. Ihr Wirken war von ihrer Berufung bestimmt, die Liebe Gottes in Wort und Tat zu bezeugen.


Dr. Norbert Friedrich
Vorstand Fliedner-Kulturstiftung

Fachgesellschaft Pflegegeschichte gegründetAm 22. Mai wurde in Ingolstadt die Fachgesellschaft für Pflegegeschichte gegründet (vgl. anliegende Nachricht). Die Archivarin der Fliedner-Kulturstiftung, Dr. Annett Büttner, wurde als Schriftführerin in den Vorstand der Gesellschaft gewählt, die Fliedner-Kulturstiftung wird die Arbeit der Fachgesellschaft als Mitglied unterstützen.

Weitere Informationen (PDF)

Archivtagung 2014„Wie kommen die Akten ins Archiv?“ und „Sollen wir nicht gemeinsam eine Wanderausstellung zur Arbeit der Diakonissen im Ersten Weltkrieg planen?“ Zwei Fragen die auf der diesjährigen Archivtagung der Fliedner-Kulturstiftung für die Mutterhäuser der Kaiserswerther Generalkonferenz diskutiert wurden.

Über 30 Gäste aus dem In- und Ausland waren am 3. April in Kaiserswerth zusammengekommen, um sich zunächst mit der Kriegskrankenpflege insbesondere der Diakonissen zu beschäftigen.

Vorträge der Archivarin der Kulturstiftung Dr. Annett Büttner zu Kriegskrankenpflege vom 19. Jahrhundert bis zum 1. Weltkrieg sowie der Pflegehistorikerin Dr. Astrid Stölzle zum 1. Weltkrieg boten reichlich Stoff für Diskussion und Austausch. In vielen Mutterhäusern, die in der Mehrzahl im 19. Jahrhundert gegründet worden sind, spielte dieses Thema eine Rolle. Wie umfangreich die Informationen sind, dokumentierte auch der Beitrag von Dr. Gabriele Stüber, der Leiterin des Landeskirchlichen Archivs Speyer und Archivarin des Diakonissenhauses Speyer.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es dann um archivpraktische Fragen, eingeleitet von Kerstin Stockhecke, der Leiterin des Archivs der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Sie stellte die praktischen Schritte vor, die zu gehen sind, um aus den unterschiedlichen Einrichtungen Bethels die historisch relevanten Akten ins Archiv zu bekommen. Viele konkrete Fragen, etwa zum Umgang mit Klientenakten, konnten behandelt werden.

Mit allgemeinen Berichten aus einzelnen Häusern, die von Jubiläumsveranstaltungen, Bemühungen um die Sammlung der Lebenserinnerungen von Schwestern (z.B. Erzählcafes) bis hin zu Baufragen reichten, endete die Tagung. Bei den Überlegungen um zukünftige Themen kam die Idee einer Wanderausstellung zum Thema „Diakonissen im Ersten Weltkrieg“ auf, die weiter verfolgt werden soll, sowie die Frage, ob man sich nicht noch intensiver dem besonderen Verhältnis von Moderne (in Medizin, Krankenhausbau oder Technik) und Mutterhausdiakonie beschäftigen müsse.

Genügend Themen für die nächste Archivtagung der Fliedner-Kulturstiftung.

Der diesjährige Tag der Archive findet am 8. März statt und steht unter dem Motto „Frauen, Männer, Macht“.

Tag der Archive 8. März 2014

Gemeinsam mit 23 Archiven aus den Bereichen Kirche, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft wird sich auch das Archiv der Fliedner-Kulturstiftung im Weiterbildungszentrum am Hauptbahnhof der Öffentlichkeit vorstellen. Von 10.00 bis 17.00 Uhr können ausgewählte Dokumente besichtigt und Gespräche mit den anwesenden Archivaren geführt werden.

Bereits im Vorfeld führt eine Plakatausstellung im Foyer des Weiterbildungszentrums in das zentrale Thema ein. Die Fliedner-Kulturstiftung stellt „Frauen in der Pflege“ vor.

Während im Mittelalter und der frühen Neuzeit Männer und Frauen noch gleichermaßen in der Krankenpflege vertreten waren, änderte sich die Rollenverteilung ab dem 19. Jahrhundert. Bis heute trifft man in der wissenschaftlichen Medizin eher Männer an, Frauen hingegen sind überproportional im Pflegeberuf vertreten.

Festschrift Diakonissenmutterhaus DresdenVor 170 Jahren wurde die Diakonissenanstalt Dresden gegründet. Die Archivarin der Kulturstiftung, Dr. Annett Büttner, hat nunmehr eine ausführliche Festschrift zur Geschichte dieses traditionsreichen Mutterhauses vorgelegt.

Sie beschreibt die Geschichte der Dresdner Diakonissenanstalt nicht als eine geradlinige Abfolge von Ereignissen und als eine reine Erfolgsgeschichte. Der besondere Schwerpunkt der Publikation liegt auf der Zeit der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der DDR, aber auch die Entwicklung bis zur unmittelbaren Gegenwart wird mit in den Blick genommen. Historische Dokumente und Fotografien ergänzen den Band.

Der Band ist im Buchhandel für 17,95€ erhältlich (Klartext-Verlag, ISBN: 978-3-8375-1176-5)