Retter Gesucht
Ein Feuer hat viele Zeugnisse der Kaiserswerther Pflegegeschichte schwer beschädigt oder ganz zerstört.

In der Kaiserswerther Diakonie hat es gebrannt – in einem Lager, nicht im Krankenhaus oder anderen sozialen Einrichtungen, und Menschen sind nicht verletzt worden. Dafür sind wir sehr dankbar.
Aber es ist ein großer Schaden entstanden: Ein reiner Sachschaden, den wir noch nicht beziffern können und ein ideeller, für den es ja nie einen Zahlenwert gibt. Er ist der Grund, weshalb wir um Ihre Unterstützung bitten. Denn in dem Lagerraum waren auch rund 300 Aktenmeter Archivmaterial und historische Gegenstände der Fliedner-Kulturstiftung untergebracht. Einmalige Zeugnisse über die Geschichte des Pflegens und Helfens, die keine Versicherung ausgleichen kann.
Über Jahrhunderte bewahrt – in Sekunden zerstört.
Alles, was wir über die Anfänge der Kaiserswerther Diakonie wissen, verdanken wir Menschen mit Weitblick. Sie haben Dokumente aufbewahrt, sortiert und archiviert. So entstand mit der Zeit ein Archiv, das bald 200 Jahre professioneller Krankenpflege umfasst – und von dem am 19. Mai ein großer Teil durch den Brand zerstört oder zumindest schwer beschädigt wurde. Dr. Norbert Friedrich, Leiter der für das Archiv zuständigen Fliedner-Kulturstiftung, hatte gehofft, dass das Feuer vielleicht nur die Seite des Zentrallagers mit den profanen Dingen getroffen habe. Aber als er am Brandort ankam, musste er feststellen, dass die Flammen nicht zwischen Verbandsmaterial und Dokumenten aus dem 19. Jahrhundert unterschieden hatten. Fast alles war verbrannt oder zumindest angekohlt und voller Ruß. Dr. Friedrich: „Da wurde mir klar: Das ist eine Katastrophe für unsere Geschichtsdokumentation.“

Glück im Unglück: Der Fliedner-Nachlass ist unversehrt. Er war nicht im Zentrallager, sondern im Pflegemuseum untergebracht. Dennoch ist der Verlust enorm: historische Schwesternakten und Protokollbücher der Schwesternschaft, Museumsgegenstände, Erinnerungsstücke, die Diakonissen von ihren Diensteinsätzen aus Übersee mitgebracht hatten – alles verbrannt. Vieles konnte von einer Spezialfirma für Brandschäden nur noch entsorgt werden.
Was übriggeblieben ist, muss nun gesichtet werden: zu retten oder nicht? Verrußte Akten müssen notdürftig gereinigt und so bald wie möglich professionell restauriert werden, neue Kartons, Mappen und Regale werden gebraucht, ein neuer Lagerraum muss eingerichtet werden. Auch, wenn man die Summe noch nicht beziffern kann, man ahnt: das wird ein kostspieliges und aufwändiges Vorhaben.

Fundort für Wissenschaft und Gedächtnis der Kaiserswerther Diakonie
In Kaiserswerth haben Theodor Fliedner und seine Frau Friederike ihre damals bahnbrechende Idee einer professionalisierten und modernen Krankenpflege und damit der eigenständigen weiblichen Berufstätigkeit insgesamt auf den Weg gebracht. Die Fliedner-Kulturstiftung und ihre Archive dokumentieren diese einzigartige Geschichte und sind die Adresse für Wissenschaftlerinnen, Forscher und Interessierte, die sich mit dem Thema Pflege befassen.
„Fast 200 Jahre lang haben sich Menschen verantwortungsvoll darum gekümmert, dass dieses Erbe gepflegt und erhalten bleibt. Deshalb wollen wir alles tun, um wenigstens das, was das Feuer übriggelassen hat, zu bewahren. Ja, es sind nur Dinge, aber sie sind Teile unserer Wurzeln.“
(Jonas Marquardt, Vorstandssprecher der Kaiserswerther Diakonie)
Helfen Sie uns dabei, einmalige Dokumente der Kaiserswerther Diakonie zu erhalten. Spenden Sie für das Archiv der Fliedner-Kulturstiftung Kaiserswerth.
Herzlichen Dank.
Ihr Ansprechpartner:
Fliedner-Kulturstiftung Kaiserswerth
Vorstand
Dr. Norbert Friedrich
Zeppenheimer Weg 20
40489 Düsseldorf
Telefon 0211 56673-780
Unser Spendenkonto:
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Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
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Ein Feuer hat viele Zeugnisse der Kaiserswerther Pflegegeschichte schwer beschädigt oder ganz zerstört.

